Who’s who? – Die Hauptdarsteller dieses Blogs
Bei unserer Bande könnte man so leicht den Überblick verlieren. Und weil unsere Kinder nicht möchten, dass ihre richtigen Namen hier stehen, habe ich ihnen Übernamen verpasst. Hier also die Hauptdarsteller, angefangen mit dem Jüngsten:
Das Prinzchen Seit Oktober 2008 gehört das Prinzchen zu unserer Familie. Mit seiner Ankunft hat er uns alle ziemlich überrascht. Er heisst Prinzchen, weil die afrikanische Zimmernachbarin im Spital mir immer und immer wieder gesagt hatte dieser Junge sei ein „Petit Prince“, der die ganze Familie ermüden werden. Mit dem Prinzen hatte sie schon recht, er ist einfach grossartig. Müde sind wir auch, aber nicht wegen ihm. Er ist nämlich das perfekte Baby, ist den ganzen Tag zufrieden und schläft nachts. Hätten wir nur ihn, würden wir nicht verstehen, warum man als Eltern auf dem Zahnfleisch läuft.
Der Zweitjüngste ist der Zoowärter, in einigen älteren Beiträgen auch Linus mit der Schmusedecke genannt. Der Zoowärter ist fast zweieinhalb und schleppt den ganzen Tag seinen Bettinhalt mit sich. Manchmal die Schmusedecke, meistens aber all seine Stofftierchen. Daher auch sein Name. Er ist der geborene Selbstdarsteller, bindet einem liebend gerne einen Bären auf und spielt tagelang mit seinen imaginären Waschbären. Das Leben mit ihm ist eine wahre Freude. Unsere einzige Sorge ist es, dass er der Nachfolger von Roman Kilchsperger werden könnte. Sein Mundwerk ist nämlich von früh morgens bis spät abends ohne Unterbruch in Betrieb.
Unser Sandwichkind ist der FeuerwehrRitterRömerPirat. Sein Name kommt von seinem etwas exotischen Berufswunsch. Neulich hat er sich allerdings entschlossen, doch lieber Gärtner oder Archäologe zu werden. Bevor er aber ins Berufsleben einsteigen kann, hat er im Sommer erst mal mit dem Kindergarten begonnen. Als echter FeuerwehrRitterRömerPirat interessiert er sich brennend für alles Historische. Er steht ständig im Kampf mit irgend welchen imaginären Feinden, deshalb ist er meist mit Ritterhelm oder Pfeil und Bogen ausgerüstet. Er hat einen unglaublich harten Kopf und ein unglaublich weiches Herz.
Als einziges Mädchen fühlt sich Luise manchmal etwas einsam. Insgeheim hat sie die Hoffnung noch nicht aufgegeben, irgendwo einmal ihre verlorene Zwillingsschwester aufzuspüren. Diese Idee hat sie in ihrem Lieblingsbuch „Das doppelte Lottchen“ aufgegriffen, daher auch der Name. Denn bekanntlich heisst die andere Hälfte von Lottchen Luise. Die Sechsjährige ist sehr klein, sehr selbstbewusst und sehr redegewandt. Kaum eine Mahlzeit im Hause Venditti kommt ohne eine Stand-up Comedy -Einlage von Luise aus. Wo immer sie hinkommt, sammelt sie Freundinnen. Ausserdem liebt sie Babys und Tiere über alles. Zum Entsetzen ihrer Mutter nimmt sie sogar ohne Scheu Regenwürmer in die Hand.
Der Erstgeborene ist Kalsson vom Dach. Er hat, wie viele Erstgeborene, manchmal etwas Mühe damit, dass er immer vorangehen sollte. Deshalb zieht er sich gerne in seine Fantasiewelten zurück. Mit seinem Stoffeisbären David, der ihn seit frühester Kindheit begleitet, erlebt er die verrücktesten Abenteuer. Der Drittklässler verehrt die frechen Streichemacher wie Karlsson vom Dach, das Sams, Michel aus Lönneberga und Obelix. Obelix ist ihm auch in anderer Hinsicht ein Vorbild: im Essen. Karlsson isst leidenschaftlich gerne, am liebsten exklusive Spezialitäten, was das Familienbudget zuweilen etwas belastet. Es gibt zwei Dinge auf dieser Welt, die Karlsson verabscheut: Fussballturniere (mit gewöhnlichem Fussball hat er sich abgefunden) und Atomkraftwerke.
Der Vater dieser Rasselbande ist „Meiner“. Er heisst so, weil ich es unerträglich finde, wenn Frauen „Ihren“ abschätzig „Meiner“ nennen (siehe hier). Warum ich ihn dann auch so nenne? Na, soll ich ihn etwa mit dem dämlichen Namen „Göttergatte“ beleidigen? “Meiner“ und ich haben schon etwas mehr als die Hälfte unseres Lebens zusammen verbracht und können noch immer halbe Nächte durchquasseln, weil wir uns noch nicht langweilen miteinander. „Meiner“ ist 36 Stunden jünger als ich und wer wissen will, wie alt er genau ist und in welchem Alter wir uns kennengelernt haben, kann dies im Beitrag „Komm lieber Mai…“ nachrechnen. “Meiner“ hat italienische Wurzeln, was sich allerdings nur noch darin zeigt, dass keiner unser Haus verlassen darf, ohne etwas gegessen zu haben. „Meiner“ sprüht vor Kreativität, ist der perfekte Hausmann und wenn er nicht gerade „Festival di San Remo“ schaut, bereue ich es keinen Moment, dass ich ihn vor etwas mehr als elf Jahren geheiratet habe.
Über mich selber gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Man kann sich die Dinge ja zusammenreimen, wenn man meine Texte liest. Einzig vielleicht dies: Ich habe in meinem Leben zwei grosse Leidenschaften. Meine Familie und das Schreiben. Dieses Blog dient dazu, beides miteinander in Verbindung zu bringen. Wenn es mir dabei gelingt, den einen oder anderen Leser zu unterhalten, dann ist das Ziel erreicht. Ach und übrigens: Die Bilder, die dieses Blog beleben stammen nicht von mir, sondern von „Meinem“. Wer noch mehr davon sehen möchte, findet sie hier.







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